27. Kieler Open 2014

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Tagebuch vom 27. Kieler Open 2014

Einrichten und Aufbau

Das Einrichten der Spielsäle und den Aufbau für das 24. Kieler Open war dank der Helfer schnell bewältigt. Leider waren für den Transport des Spielmaterials nur zwei Fahrzeuge im Einsatz, so daß die Fahrer zweimal fahren mußten. Zwei Hinweise auf das Turnier wurden vom Ehepaar Hahne gut sichtbar vor dem Spiellokal angebracht.

 

Einrichten und Aufbau


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Eröffnung, Spielsäle, Leitung


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Der 1. Tag und die 1. Runde

Das Elo-Turnier

Zum Beginn eines Turniers ist noch nicht viel zu sagen. Die 1.Auslosung ist getan und das Turnier wurde pünktlich eröffnet. Am Ende der 1.Runde wird es sich zeigen, wer von den Meistern sich durchgesetzt hat.  

Das DWZ-Turnier

Nach der Eröffnung begann das Turnier. Die Auslosung hatte die schwächeren Spieler gegen die stärkeren gebracht. Nun heißt es spielen und gewinnen.

 

Die Meistertische

 

Der 1. Tag und die 2. Runde

Das Elo-Turnier

Im Elo-Turnier setzten sich die Meister fast immer durch. Die Großmeister Malakhato Vadim, Matthew Turner, Zigurds Lanka, Mikhai Simantsev und Leonid Voloshin ließen nichts anbrennen. Etwas anders sieht es schon bei den Internationalen Meistern und Fidemeistern aus. Hier verbuchten Jacek Stopa und Chuanqi Kang nur einen Sieg. Stopa mußte lange kämpfen bis sein Gegner Bartlomi Rozycki aufgab. Letztendlich entschied ein Bauer diese Partie. Mit einem halben Punkt mußten sich die IM und FM Cliff Wichmann, Maxim Chetverik, van Voorthuijsen und die einzige Titelträgeren WFM Martina Skogvall zufrieden geben.

Um den Platz an der Sonne können nur wenige in der 3. Runde eingreifen. Von den 11 Meistern spielen sechs schon gegeneinander.

 

 

GM Turner besiegt A. Haffner

 

Das DWZ-Turnier

Auch in diesem kleinen Turnier setzten sich die spielerisch stärken Spieler durch. So verbuchten Siege Niko Schmidt, Ralf-Johannes Koch, Gerd Busse, Michael Eberhardt. Neu in die oberen Ränge hat sich Bernd Zielke gespielt. Nun müssen in der 3. Runde diese Spieler ihre wahre Stärke zeigen, wollen sie oben bleiben.

 

 

Die ersten Spitzen

 

Der 2. Tag und die 3. Runde

Das Elo-Turnier

Dieses war die erste Runde in der die Meister auch Federn lassen mußten. Die Großmeisterremisen blieben aus. Klarer Gewinner war GM Malakhatko. Der FM aus China, Kang, trotze dem schottischen GM Turner ein Remis ab und bleibt wohl in der Meisterriege oben. Nicht ganz so glücklich spielt die WFM Skogvall in diesem Turnier mit. Gegen Dorian Gutschenreiter reichte es nur zu einem Remis. Zuwenig um ganz oben mitzuhalten. Der Vorjahressieger IM Stopa hat nach sich nach dieser Runde die Spitzenposition erobert. Ob er dort bleibt? Das werden die nächsten Spiele zeigen.

 

Die WFM (vli) spielte bisher nicht glücklich

 

Das DWZ-Turnier

Vor Beginn dieser Runde gab es 7 Spieler die verlustfrei die ersten Spiele bestritten hatten. Nun trafen sie aufeinander. Als einziger konnte Andreas Slesicki den Kampf für sich entscheiden und als einziger die Spitze besetzen. Alle anderen gaben Punkte ab, die vielleicht einmal wichtig sein könnten. Erstaunlich ist hier, daß die Frauen nicht die Rolle spielen wie vor einem Jahr. Die Frauen halten sich bisher im Mittelfeld zurück.

 

Frauen im Spiel

 

Der 2. Tag und die 4. Runde

Das Elo-Turnier

Keiner der Meister ist noch ohne Punktverlust. Diese Runde brachte auch die ersten Überraschungen. Während die Meister diesmal zum bewährten, aber immer von den anderen Spielern bemängelten Großmeisterremisen griffen, mußte IM Chetverik gegen Henrik Rulofs eine Niederlage eingestehen. GM Voloshin mußte gegen Alexander Petri in ein Remis einwilligen. Diese Verluste ließen beide Meister ins Mittelfeld abrutschen. Zur Freude des Feldes, die nun gegen Meister antreten können. Gut gespielt hat der jugendliche Uksini Bardhyl. Nach fast fünf Stunden Kampf besiegte er Peter Hildenbrand der in der Runde zuvor noch gegen Stopa angetreten war.

 

 

Uksini mit weiß siegte nach langem Kampf

 

Das DWZ-Turnier

Ein erleichtertes tiefes Luftholen markierte den Sieg am Spitzenbrett zwischen Slesicki und Ralf-Johannes Koch. In vermeintlicher Schachabwehr zog Slesicki seinen Turm an den König heran. Kock schlug den Turm und damit mußte der König von seinen Bauern wegrücken. Der Weg war nur frei für Koch. Slesicki gab auf.

Bernd Zielke wurde wieder einmal ein Opfer seines zu schnellen Ziehens. So gerät er immer wieder in Schwierigkeiten, wenn der Gegner jeden Zug bedenkt und sich nicht zum schnellen ziehen verleiten läßt. Das Turnier ist kein Schnellschachturnier. Bei einem Blick auf Zielkes Uhr stellt man fest, daß er nur 20 Minuten gebraucht hat und der Gegner zwei Stunden brauchte.

 

auch hier jung gegen alt

 

Der 3. Tag und die 5. Runde

Das Elo-Turnier

Ganz unerwartet waren aus dem Feld zwei Spieler in die Meisterriege vorgestoßen die man dort nicht erwartet hätte. Der jugendliche Emilian Hofer traf dort auf den IM Stopa. Hofer hatte seine Chance und lange konnte er auch dem Meister standhalten. Mit der Zeit aber gewann Stopa doch die Oberhand und verwies den jungen Herausforderer wieder in die Ränge zurück. Auch dem zweiten Herausforderer aus dem Feld, Henrik Rulofs, erging es nicht besser. Ihn brachte der Sieg über den IM Chetverik in die Meisterriege. Nun mußte er Schwimmen, das ihm aber der Chinese FM Kang unmöglich machte. Nach langer Spielzeit hatte Kang Rulofs in der Königsecke so eingeklemmt, so daß ein entkommen nicht mehr möglich war. Ferdinand Voelzke spielte schon die 2. Runde in der Meisterriege mit. Jetzt hatte er in GM Turner seinen Meister gefunden. Auch GM Lanka verwies seinen Herausforderer aus dem Feld, Karsten Franz, wieder dorthin zurück. Neue Herausforderer haben ihren Handschuh in den Ring geworfen. So müssen GM Lanka gegen Björn Bente, GM Simantsev gegen Thorben Koop und GM Voloshin gegen Mark Meyers bestehen.

 

Hofer - GM Stopa
Rulofs-Kang
GM Turner- Voelzke

 

Das DWZ-Turnier

In diesem Turnier hat Ralf-Johann Koch seinen Spitzenplatz in der Tabelle gegen Niko Schmidt behauptet. Das Gleiche gelang auch Michael Eberhardt gegen Edgar Lange. Neu in die Spitzengruppe ist Sabine Herrmann, die sich gegen Gerd Busse durchgesetzt hatte. Im Duell der Frauen Kerstin Schmider gegen Christiane Rommeck blieb Rommeck die Siegerin und wahrte ihre Chance auf einen weiteren Erfolg. Sie muß Roca Llorca besiegen, der gegen Horst Schumacher unterlag, nun aber auch weiter oben mitspielen möchte.

 

Hier fiel eine wichtige Entscheidung
Das Duell der Frauen
Nachdenken

 

Das Blitzturnier

 

Ein kleines Zwischenspiel im Kieler Open

Zwischen der 5. Und 6. Turnierrunde wurde vor der 6. Runde ein Blitzturnier gespielt. Mit 37 Spielern, mehr als vor einem Jahr, war das Turnier gut besucht. Zwei Internationaler Meister nahmen am Turnier teil. Für beide, IM Cliff Wichmann und Aljoscha Feuerstack, begann das Turnier mit Siegen. Erst  im Verlauf des Turniers verloren beide ihre Unschuld. Feuerstack mußte eine Niederlage gegen Bülent Saglam einstecken, so daß er hinter Wichmann den zweiten Platz belegte.

Im Verlauf des Turniers sonderten sich die besseren Blitzer allmählich vom Rest des Feldes ab. Unter der Männerdomäne konnte sich auch Luise Diederichs behaupten. Sie errang den 9. Platz. Die zweite weibliche Blitzerin, Emily Rosmait, schlug sich tapfer und landete in der Turniermitte auf dem 18. Platz mit 6 Punkten von 11.

 

 

rechts Sieger Wichmann daneben Feuertack und Hebbinghaus

 

Der 4. Tag und die 6. Runde

Das Elo-Turnier

Die erste große Überraschung in diesem Turnier war der Sieg von Thorben Koop mit schwarz über den GM Simantsev. Koop der seinen Weg aus dem Feld mit Siegen über die Gegner nach oben schaffte hatte in der 4. Runde schon einmal Höhenluft geatmet. In der 4. Runde traf er auf den GM Turner und erzwang ein Remis. Mit dem nachfolgenden Sieg über Rozycki Bartlomiej war er wieder im Oberhaus gelandet. Jetzt erwartet ihn IM Stopa. Nach seiner Niederlage in der 5. Runde mußte Voelzke wieder ins Feld zurück. Dort traf er auf Mikkel Jacobsen den er besiegte und nun erneut an den Meistertischen gegen den GM Simantsev antreten muß. Ob es Voelzke dem jungen Koop nachmacht wissen wir am Ende der 7. Runde. Ein weiterer Aufsteiger aus dem Feld ist Alexander Petri. Nach seinem Sieg über Mats Beeck fordert er nun den GM Turner heraus. Ein weiterer Spieler hat das Feld verlassen. Emilian Hofer fordert, nach seinem Sieg über Sebastian Buchholz, den GM Voloshin heraus.

 

Koop mit schawrz besiegt Simantsev
Was soll ich spielen? Die Partei endete Remis

 

Das DWZ-Turnier

In dieser Turnierrunde ging es auch schon um sein oder nicht sein. Am 1. Brett trafen zwei starke Spieler aufeinander. Ralf-Johannes Koch als Spitzenreiter erwartete seinen Herausforderer Host Schumacher. Wie zu erwarten war, konnte keiner gewinnen, und so trennte man sich nach langem Kampf mit einem Remis.Sabine Herrmann, die sich nach oben gespielt hatte, mußte in dieser Runde den Sieg ihrem Gegner Slesicki überlassen, der in der 7. Runde auf Schumacher trifft. Mit Lars Bornhorst, er hat Michael Eberhardt besiegt, hat Koch einen Neuen Gegner gefunden. In diesem Turnier haben sich die stärkeren Spieler allmählich von den schwächeren abgesetzt und kämpfen um die Spitzenstellung, so daß es immer schwerer wird in die Spitze vorzustoßen.

 

Bosselmann (ws) spielte Remis - Schmidt

 

Der 5. Tag und die 7. Runde

Das Elo-Turnier

Von den vier Spielern ohne Titel konnte sich nur einer im Oberhaus behaupten. Thorben Koop spielte gegen IM Stopa Remis und muß nun sein Können gegenden GM Malakhatko beweisen. Die Verlierer in dieser Runde müssen ins Feld zurück. Für die 8. Runde hat sich nur Björn Bente nach oben gespielt. Er muß gegen den IM Wichmann zeigen, ob er würdig sein wird oben zu bleiben. Im Feld dagegen ließen die Spieler nichts mehr anbrennen. Im oberen Feld trennte man sich mit Remisen und erst ab der Feldmitte nach unten bestand man mit Gewinnen auf eine Verbesserung des Tabellenplatzes.

 

Ein Fotograf bei der Arbeit

 

Das DWZ-Turnier

In diesem Turnier siegten die beiden punktgleichen Spieler Koch und Slesicki. Nur die etwas bessere Wertung spricht für Koch. Beide hoffen, daß der Nebenbuhler in der kommenden Runde stolpert. Die Verfolger liegen nur einen Punkt zurück und sind als jugendliche nicht leicht auszurechnen. Bei jugendlichen Spielern kann man sich auf die angezeigte Spielstärke nicht verlassen.

 

Nachdenken bei den Führenden der Tabelle

 

Der 6. Tag und die 8. Runde

Das Elo-Turnier

Nicht viel Neues, so kann man sagen. Die Meister blieben fast untersich. Wenn da nicht der junge Thorben Koop wäre, der am 1. Brett gegen den GM Malakhatko wieder ein Remis schaffte. Björn Bente, der schon einmal in der Meisterriege Platz genommen hatte, versuchte es ein zweites Mal. Wieder wurde es kein Erfolg. Seinen Platz nimmt nun in der letzten Runde Emilian Hofer wieder ein. Auch er ist kein Neuling hier oben. Im Feld geht es um die Plätze. So haben sich im oberen Viertel der Tabelle, mit jeweils 5½ und 5 Punkten, die beständigstenSpieler niedergelassen.

 

 

Der kleine Moritz fühlt sich gelangweilt

 

Das DWZ-Turnier

Zu Beginn der 8. Runde waren sie punktgleiche Konkurrenten im Spiel um Platz eins. Am Ende dieser Runde waren sie es immer noch. Beide Koch und Slesicki gewannen ihre Spiele und müssen nun in der letzten Runde im Fernduell hoffen, daß der Andere stolpert. Selber darf man allerdings nicht stolpern, denn die Herausforderer erreichen, wenn sie siegen, die gleiche Punktzahl. Für alle anderen Spieler geht es nur noch um eine Platzverbesserung.

 

 

Keine Ablenkung, weder von rechts noch von links

 

Der 7. Tag und die 9. Runde

Das Elo-Turnier

Was in der letzten Runde zu erwarten war, trat auch ein. Viele Paarungen endeten Remis. Nicht nur die Meister bedienten sich dieser Spielverweigerung, sondern auch Spieler aus dem Feld. Ein paar Spieler waren zur letzten Runde nicht mehr erschienen. Sie fürchteten sich davor ihre Zahlen zu verschlechtern. Erfreulicher war indes, daß diese Furcht nicht von allen geteilt wird. Sie spielten volles Risiko. So auch die beiden, an den Meistertischen spielenden jungen Spieler. Thorben Koop nahm dem IM Chetverik ½ Punkt ab, nicht nach Absprache. Koop war einer der letzten die ihre Partiebeendet hatten. Am längsten mußte Emilian Hofer kämpfen, bis er den Kampf gegen den FM van Voorthuijsen verloren gab.

Turniersieger wurde GM Malakhatko mit 7 Punkten vor Jacek Stopa,ebenfalls 7 Punkte aber die etwas schlechtere Wertung. Ihnen folgen die Meister mit 6½ Punkten in der Reihenfolge ihrer Wertung: 3. GM Matthew Turner, GM Zigurds Lanka, GM Leond Voloshin und als nicht Titelträger Thorben Koop und schließlich FM Chuanqi Kang.

 

Hofer kämpfte bis zuletzt (hinten)

 

Das DWZ-Turnier

Erfreulicher Weise wurde hier nicht auf Remis gespielt. Für alle ging es noch um etwas, und war es nur die Tabellenverbesserung. An den oberen Brettern wurde verbissen gekämpft. Es hätte ja sein können, daß der Tabellenführer noch stolpert. Koch ließ aber nichts anbrennen und besiegte Rainer Pape. Für Pape war die Niederlage schmerzlich, rutschte er doch tief ins Feld zurück. Andreas Slesicki konnte gegen Tom Linus Bosselmann nur Remis spielen. Mit diesem Remis blieb ihm nur der 2. Platz.

 

 

Das Ende mit einem Sieg
Das letzte Spiel im Turnier. Alle sehen gespannt zu.
GM im BIld für die Zeitung
Bericht

 

 

 

 

Ein Blick auf die Förde

 

Fördedampfer und die Alexander. v. Humboldt

 

Ballonfahrer über der Förde

 

 

Ein U-Boot läuft aus

 

Ruder ist auch arbeit am Boot

 

Vom Regen überrascht

 

Gegner nicht zum Spiel gekommen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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